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Volkshochschule Essen
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Die Volkshochschule Essen ist eine kommunale Bildungseinrichtung der Stadt Essen. Sie befindet sich in einem 2004 errichteten Neubau im Stadtkern am Burgplatz.
Contents
âą Geschichte
âą GrĂŒndung
âą Publikationen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
GrĂŒndung
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, am 28. Mai 1919, grĂŒndete der von der Essener Stadtverordnetenversammlung gebildete Ausschuss fĂŒr Volksbildung, zu dem unter anderem Artur Jacobs gehörte, die Volkshochschule. Am darauf folgenden 1. September wurde die Satzung der Volkshochschule der Stadt Essen verabschiedet. Sie beginnt mit (Zitat):
âDie Volkshochschule der Stadt Essen ist geboren aus dem Wunsch, zum Wiederaufbau des Vaterlandes beizutragen. Die Volkshochschule will die Freude an geistiger Arbeit in die Gesamtbevölkerung hineintragen. Sie will zu echtem Volkstum, freudigem Gemeinsinn und edlem Menschentum erziehen, will in den Zusammenhang des Weltgeschehens einfĂŒhren und dadurch die Berufsarbeit froh und wertvoll machen.â
Der damalige Essener OberbĂŒrgermeister und spĂ€tere Reichskanzler Hans Luther trieb die GrĂŒndung im Wesentlichen voran. Im Oktober 1919 ĂŒbernahm der zweite Stadtbibliothekar Heinrich Dicke nebenamtlich die Leitung der neuen Volkshochschule. Die erste VHS-Kanzlei befand sich in einem Haus an der BurgstraĂe 14 (heute Kettwiger StraĂe, sĂŒdlich des Baedekerhauses).
Erste Kurse wurden im 1912 erbauten Keramikhaus am Flachsmarkt 2 angeboten. ZunĂ€chst gab es einen politisch gespaltenen Lehrkörper, der die tief gespaltene Gesellschaft nach dem Krieg widerspiegelte. Die einen bedauerten das zerfallene Kaiserreich, die anderen wollten eine linksgerichtete Revolution, was deutliche Unruhen im Ruhrgebiet auslöste. So hatte sich ein katholischer und ein sozialistischer Bildungsausschuss herausgebildet, die auf ihre SelbstĂ€ndigkeit beharrten. Jedoch waren beide auf die UnterstĂŒtzung der Stadt Essen angewiesen. Zudem machte der damalige OberbĂŒrgermeister Hans Luther deutlich, dass die Stadt nur eine allgemeine Volkshochschule fördert. Der hieraus erfolgte Kompromiss ging als Essener Modell in die Geschichte der Volkshochschulbewegung ein. So gab es in der Satzung der stĂ€dtischen Volkshochschule den §15, der erlaubte, dass âLehrer und SchĂŒler der Hochschule [âŠ] unter sich Gruppen bildenâ durften. Es kristallisierte sich eine sozialistische, eine katholische, eine evangelische und eine freie Gruppe heraus, welche unter dem Dach der Stadt die angebotenen Kurse auswĂ€hlten und die LehrkrĂ€fte bestimmten. Im ersten Semester wurde mit 75 Kursen begonnen, die stetig mehr wurden. 1930 wurden 4477 Kursteilnehmer gezĂ€hlt.cite-ref-100jahre-3-0[3]
Von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus
Das Programm der Volkshochschule war in der Zeit der Weimarer Republik von einem weitgehend demokratischen Gremium ausgegangen, das sich aus dem OberbĂŒrgermeister, Vertretern der Stadt, des Lehrkörpers und der SchĂŒlerschaft zusammensetzte.cite-ref-4[4] â Einer der MitbegrĂŒnder der Essener Volkshochschule, der PĂ€dagoge und Politiker Artur Jacobs, warnte schon 1919 in seiner programmatischen Schrift âUeber Wesen und Ziele einer Volkshochschuleâcite-ref-5[5] vor sich abzeichnenden völkisch-rassistischen Tendenzen in dieser neuen Einrichtung der Erwachsenenbildung in öffentlicher TrĂ€gerschaft. Mit Teilnehmenden eines Volkshochschulkreises grĂŒndete Artur Jacobs 1923 den Bund, eine Gemeinschaft, die sich einer âneuen Einstellung von Mensch zu Menschâ verpflichtet sah und angesichts des auftrumpfenden Nationalsozialismus gegen Ende der zwanziger Jahre die politische Verantwortung immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellte;cite-ref-6[6] Jacobs und sein Kreis halfen dann unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Verfolgten; eine Reihe von Bund-Mitgliedern wurde 2005 von der israelischen GedenkstĂ€tte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet.cite-ref-7[7]
Nach der Machtergreifung 1933 bestand das von den Nationalsozialisten beeinflusste Sommersemester 1933 aus lediglich 35 Kursen, zu denen nur noch deutschblĂŒtige und unbescholtene StaatsbĂŒrger zugelassen waren. Es war die niedrigste Anzahl an Kursen seit GrĂŒndung. Die weltanschauliche Vielfalt der sozialistischen, katholischen, evangelischen und freien Gruppe wurde unterdrĂŒckt. Ein weiteres Semester hat es dann nicht mehr gegeben. Die Volkshochschule wurde unbegrĂŒndet fĂŒr die Zeit des Nationalsozialismus geschlossen und blieb es auch im Zweiten Weltkrieg.cite-ref-100jahre-3-1[3]
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Am 16. Oktober 1946 erhielt die Volkshochschule die Erlaubnis der britischen MilitÀrregierung zur Wiedereröffnung. Ohne die vor dem Nationalsozialismus existierenden vier eigenstÀndigen weltanschaulichen Gruppen lehnte man sich an die Arbeit der 1920er Jahre an. Das inhaltliche Kursangebot wurde unter anderem auf die Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen erweitert.cite-ref-100jahre-3-2[3]
Schulleiter
Der Museumskurator Friedrich Meisenburg (â 1967cite-ref-8[8]) wurde nach dem Krieg kommissarischer Schulleiter. Der erste hauptamtliche Leiter wurde 1964 der spĂ€tere Kulturdezernent Essens, Wilhelm Godde (1926â2016)cite-ref-9[9]; zu dessen Nachfolger als Direktor der Volkshochschule wĂ€hlte der Rat der Stadt Essen im Jahr 1977 den Kulturamts- und Volkshochschulleiter der Stadt Unna, Gerd Hergen LĂŒbben.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]cite-ref-13[13] Nach dem Abschied von Gerd Hergen LĂŒbben Anfang 1996 und bis zur Wahl von Friederike Brunnbauer als seine Amtsnachfolgerin, leitete die langjĂ€hrige Stellvertretende VHS-Direktorin Rosemarie Seelig kommissarisch die Essener Volkshochschule. Nach Eintritt der Direktorin der Volkshochschule Essen Friederike Brunnbauer in den Ruhestand im Januar 2014 ĂŒbernahm ihre Stellvertreterin Elke Timm die kommissarische Leitung,cite-ref-14[14] bis der Rat der Stadt im Januar 2015 Michael Imberg, der in den Jahren von 1993 bis 2000 Dezernatsbeauftragter fĂŒr das damalige Dezernat fĂŒr Kultur, Freizeit, Bildung und Wirtschaft, von 2000 bis 2007 Leiter der Verwaltung der StĂ€dtischen Museen Essen und von 2007 bis 2015 Referent fĂŒr Kultur und Sonderprojekte im BĂŒro des OberbĂŒrgermeisters war, zum neuen Leiter der Volkshochschule bestellte.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] Er wurde am 5. MĂ€rz 2024 durch OberbĂŒrgermeister Thomas Kufen in den Ruhestand verabschiedet, in den Imberg offiziell am 28. MĂ€rz 2024 eintrat.cite-ref-press-1-2[1] Sein Nachfolger wurde zum 1. April 2024 Stephan Rinke, der bis dahin stellvertretender Fachbereichsleiter der VHS Essen war. Das wurde im Rat der Stadt Essen in der Sitzung vom 13. MĂ€rz 2024 beschlossen.cite-ref-17[17]
GebĂ€ude an der HollestraĂe
Im April 1971 nahm ein eigens fĂŒr die Volkshochschule errichtetes SchulgebĂ€ude an der HollestraĂe im Essener Ostviertel den Betrieb auf. Es befand sich auf dem Grund der in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts dort ansĂ€ssigen Puddlingwerke Schulz-Knaudt. Die Grundsteinlegung des GebĂ€udes mit Waschbeton-Fassade fand im MĂ€rz 1969 statt. Vorn wurde das GebĂ€ude auf einem GrundstĂŒck von rund 7000 Quadratmetern von BetonsĂ€ulen getragen. Nach hinten waren die Etagen stufenartig angeordnet. Das vom Team um den Bochumer Architekten Wilhelm Seidensticker entworfene frĂŒhere âHaus der Erwachsenenbildung (Volkshochschule)â an der HollestraĂe in Essen galt als historisch beispielhafter Baustein fĂŒr ein modernes Ruhrgebiet.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
AnlĂ€sslich des 75-jĂ€hrigen Bestehens der Essener Volkshochschule verwies die damalige OberbĂŒrgermeisterin Annette JĂ€ger zugleich auf das 25 Jahre zurĂŒckliegende Richtfest fĂŒr das VolkshochschulgebĂ€ude an der HollestraĂe. Die Volkshochschule hat sich stetig den verĂ€nderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen mĂŒssen. Ăberregionale Beachtung hatte die Essener VHS Mitte der 1980er Jahre fĂŒr ihre innovative Erkundung und Schaffung von BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten fĂŒr arbeitslose Lehrer gefunden, unter anderem durch Einrichtung umfangreicher, Zusatzqualifizierung und Berufserfahrung in auĂerschulischen Bildungsbereichen vermittelnder Projekte, beispielsweise zu Entwicklung und Aufbau eines Dokumentations- und Informationssystems fĂŒr die Weiterbildungsberatung in der Stadt Essen:cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Eine âWeiterbildungsdatenbankâ, die neutral Informationen ĂŒber Inhalte, Unterrichtsmethoden, Kosten, Förderungsmöglichkeiten und Termine jeweils konkurrierender Weiterbildungsangebote beziehungsweise Weiterbildungsanbieter bereithĂ€lt, war grundlegend fĂŒr die erstmalige Einrichtung der Essener kommunalen âWeiterbildungsberatungsstelleâ bei der VHS mit der Zielsetzung, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, BerufsrĂŒckkehrerinnen/BerufsrĂŒckkehrer, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderungen bei der Suche nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Region zu unterstĂŒtzen.cite-ref-25[25] Als beispielhaft gelten auch die zur QualitĂ€tssicherung ihrer Bildungsdienstleistung gehörenden spezifischen Angebote der Volkshochschule Essen zur Mitarbeiterfortbildung;cite-ref-26[26] hierzu waren im Erwachsenenbildungshaus an der HollestraĂe als âDidaktisches Laborâ bezeichnete FunktionsrĂ€ume eingerichtet worden, deren technische Ausstattung zudem ab dem Jahr 1992 die sendefĂ€hige Erstellung bĂŒrgerschaftlicher Lokalfunk-BeitrĂ€ge fĂŒr das âRadio Essenâ-Programm möglich machte. AbgestĂŒtzt und mobilisiert durch die Ăbernahme ihres zentralen âMutterhausesâ an der HollestraĂe hat die VHS ihr Weiterbildungsangebot modellhaft ausbauen können,cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-29[29] was nach Aussage des Kultusministers des Landes NRW bedeutete (Zitat):
âDie Volkshochschule Essen ist eine der groĂen, der wichtigen, der beispielgebenden Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen.â
â
Hans Schwier
, Kultusminister des Landes NRW (1994)
Der âGROSSE KOMMUNIKATORâ â die aus einem vier Meter langen ausgehöhlten Weidenstamm gefertigte, an einer der Ăffnungen mit einer gegerbten Kalbshaut bespannte so genannte âSTANDPAUKEâ â stand, einladend zu âaktiver Musikâ, bis zum Umzug des VHS-Teams in den Neubau am Burgplatz zwischen Foyer und Zugang zum Forum des Volkshochschulhauses an der HollestraĂe:cite-ref-31[31] Hier gelangten etwa fĂŒr dergleichen âKlangobjekteâ eigens komponierte Werke zur ersten AuffĂŒhrung;cite-ref-32[32] in der Aula wurden von der VHS-âSpielgruppeâ erarbeitete BĂŒhnenwerke aufgefĂŒhrt, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel und der Alten Synagoge das StĂŒck âSIE SAGTEN NEIN âą Essener Frauen und MĂ€nner im Kampf gegen das Hakenkreuzâ;cite-ref-33[33] und zu den auch ĂŒberregional ausstrahlenden Veranstaltungen der âOffenen Volkshochschuleâ gehörten von Beginn an die regelmĂ€Ăigen Ausstellungen,cite-ref-34[34] unter anderen die fotografische Nachgestaltung des groĂen Wandreliefs, welches der aus Essen gebĂŒrtige und vor dem nationalsozialistischen Terror aus Deutschland noch als Kind geflohene israelische KĂŒnstler Naftali Bezemcite-ref-35[35] fĂŒr die Ausgestaltung der Jerusalemer Holocaust-GedenkstĂ€tte Yad Vashem geschaffen hat. Wie die Alphabetisierung als ein Eckstein im Baukasten aller Bildungs- und Kulturarbeit auch der Volkshochschule gilt, so zielt das Konzept dieser sozial engagierten Bildungsarbeit auf die vollseitige Entwicklung und eigenschöpferische Kulturteilhabecite-ref-36[36] der Menschen ab. Das fĂŒr die moderne Erwachsenenbildungsarbeit vielfĂ€ltig nutzbare, multifunktionale Raumprogramm des VHS-GebĂ€udes an der HollestraĂe war fĂŒr weit ĂŒber die Ruhrgebietsregion ausstrahlende GroĂveranstaltungen wirksam:
1995 fanden hier Veranstaltungen der Weltmusiktage der Internationalen Gesellschaft fĂŒr Neue Musik ebenso statt, wie zuvor diverse Begleitveranstaltungen zu dem breit gefĂ€cherten interkommunalen Diskursprojekt âKultur '90âcite-ref-38[38] sowie 1983/1984 die GrĂŒndungsveranstaltungen der SPIEL Essen, die weltgröĂte Publikumsveranstaltung fĂŒr nicht-elektronische Spiele, die mittlerweile in der Messe Essen stattfindet.
Abriss
In den 1990er Jahren bezeugten Messungen der Raumluft im VHS-Komplex an der HollestraĂe, dass er stark durch PCB belastet ist und gesundheitsschĂ€dlich sein kann. Daraufhin wurden Kosten in Höhe von rund sieben Millionen Euro fĂŒr eine Sanierung und zwei Millionen Euro fĂŒr einen Abriss veranschlagt.
Im Dezember 2013 wurde mit der Entkernung des GebÀudes begonnen, wobei der PCB-haltige Bauschutt speziell entsorgt wurde. Infolge wurden die Waschbetonplatten der Fassade entfernt. Die Arbeiten mussten im Mai und Juni 2014 ruhen, damit an der nördlich angrenzenden Frida-Levy-Gesamtschule die Klausuren der Abiturienten ungestört geschrieben werden konnten. Ende 2014 war die Niederlegung des gesamten GebÀudekomplexes abgeschlossen.
FĂŒr die Nachfolgenutzung des GrundstĂŒcks wurde am 25. April 2018 vom Rat der Stadt Essen eine Bebauung mit einem BĂŒrokomplex der Projektentwickler Kölbl Kruse beschlossen.cite-ref-39[39] Dieser Beschluss wird derzeit nicht weiter verfolgt, dafĂŒr jedoch ĂŒber eine Erweiterung der benachbarten Frida-Levy-Gesamtschule bis auf das alte VHS-GrundstĂŒck auf kommunaler Ebene diskutiert.
Neubau am Burgplatz 2004
Im Juni 2000 beschloss der Rat der Stadt Essen den Umzug in einen Neubau am Burgplatz. Der Bauantrag fĂŒr den Neubau am Burgplatz wurde im FrĂŒhjahr 2002 genehmigt, worauf am 12. September 2002 die Grundsteinlegung folgte. Die neue Volkshochschule wurde am 16. September 2004 im Beisein des Architekten Hartmut Miksch und des damaligen OberbĂŒrgermeisters Wolfgang Reiniger eröffnet.
Der Neubau steht stadtgeschichtlich auf interessantem Grund. An dieser Stelle gibt es Natursteinreste des Fundaments der Jesuitenresidenz, die hier Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und als prachtvoller Bau galt. Auch sie wurde bereits spĂ€ter als SchulgebĂ€ude genutzt und gilt damit als VorlĂ€ufer des heute benachbarten Burggymnasiums. Der verglaste heutige Neubau der Volkshochschule Essen wurde nach PlĂ€nen des Architekten Hartmut Miksch errichtet. Einige SchulungsrĂ€ume befinden sich zudem im angrenzenden Lichtburg-GebĂ€ude mit Durchgang zum Neubau auf den Etagen 2, 3 und 4. Rechts des Eingangsbereiches vom Burgplatz aus war bis Dezember 2015 das CafĂ© Lernbar integriert, das von der Jugendhilfe Essen gefĂŒhrt worden war. Seit Anfang 2016 befindet sich hier ein neuer, privat gefĂŒhrter Gastronomiebetrieb nicht nur fĂŒr Schulbesucher.
Bildungsangebote und Statistik
Heute bietet die nach der Norm EN ISO 9001 zertifizierte Volkshochschule diverse Kurse in den Bereichen Gesellschaft und Kultur, Sprachen, Arbeit und Beruf, EDV, Informatik, Umwelt und Gesundheit an. Es werden auch EinbĂŒrgerungskurse zur BewĂ€ltigung des EinbĂŒrgerungstestes angeboten. Dazu gibt es Schulische Weiterbildung sowie spezielle Senioren- und Jugendangebote.
Im Jahr 1979 konnte die Volkshochschule AuĂenstellencite-ref-40[40] mit Weiterbildungsangeboten âvor Ortâ eröffnen: In Steele, im nun âKulturforum Steeleâ genannten, âalten Bezirksamt an der DreiringstraĂeâ, ausgestattet mit âCafeteriaâ und einem âZugang fĂŒr Rollstuhlfahrerâ,cite-ref-41[41]cite-ref-42[42] wie auch in Borbeck, dort in eigenen RĂ€umen in der neuen Bezirksverwaltungsstelle an der GerichtsstraĂe;cite-ref-43[43] zugleich ist in der Volkshochschule unter Leitung von Gerd Hergen LĂŒbben das Konzept eines âbesonderen Kultur-Modellsâ fĂŒr das Schloss Borbeck mit dem dazugehörenden WirtschaftsgebĂ€ude entwickelt worden, wodurch nach Auffassung des damaligen Kulturdezernenten Wilhelm Godde fĂŒr die Zukunft eine âraffinierte, rationelle und vielseitige Nutzungâ ermöglicht wurde.cite-ref-44[44] Zahlreiche VHS-Angebote finden seither sowohl in der AuĂenstelle der Volkshochschule in der GerichtsstraĂe in Borbeck als auch im Kulturforum im GebĂ€ude der ehemaligen Sparkasse Steele in der DreiringstraĂe in Steele statt.
Die Volkshochschule am Burgplatz zĂ€hlte im Jahr 2023 rund 80.000 Besucher bei rund 65.000 Unterrichtsstunden.cite-ref-press-1-3[1] Die Besucherzahl am vorherigen Standort an der HollestraĂe lag zuletzt bei etwa 63.000. Am heutigen Standort arbeiten neben 44 Festangestellten weitere bis zu 900 nebenamtliche Dozenten.cite-ref-press-1-4[1]
Ausstellungen und Veranstaltungen
Die Eingangshalle sowie die Wartebereiche auf den einzelnen Etagen werden fĂŒr stĂ€ndig wechselnde Kunstausstellungen genutzt.
Im GroĂen Saal finden zeitweise Konzerte, AuffĂŒhrungen und weitere Veranstaltungen statt.
Publikationen
âą Wilhelm Godde: Probleme der Mitteilung und Vermittlung: zur didaktisch-methodischen Praxis an der Essener VHS in der Abteilung Horizonte. Hrsg.: Volkshochschule. 1968.
âą Volkshochschule Essen (Hrsg.): Initiative gegen Lehrerarbeitslosigkeit / IGEL â Erkundung alternativer Einsatzfelder fĂŒr arbeitslose Lehrer. 1985.
Literatur
âą Rainer Grossbröhmer, Karin Kirch: Von Bildungsbakterien und Volkshochschulepidemien: ein Beitrag zur Geschichte der Volkshochschule Essen 1919â1974. Hrsg.: Klartext-Verlag. 1994, ISBN 3-88474-228-0.
âą Detlef Hopp, Baoquan Song: ArchĂ€ologisches vom GelĂ€nde der Volkshochschule in der Essener Innenstadt. (= Berichte aus der Essener Denkmalpflege. Band 16). Stadt Essen, Institut fĂŒr Denkmalschutz und Denkmalpflege/StadtarchĂ€ologie, Essen 2017, ISSN 2199-1693.
âą Bernd Siepmann (Hrsg.): 75 Jahre Volkshochschule Essen. 1994.
âą Stadt Essen â Der Oberstadtdirektor (Hrsg.): 75 Jahre Volkshochschule Essen. Weiterbildung â Subjektiver Faktor â Standort Faktor. Dokumentation der JubilĂ€umsfeier am 24. November 1994. 1994.
Weblinks
Commons
: Volkshochschule Essen
â Sammlung von Bildern
âą Homepage der Volkshochschule Essen
Einzelnachweise
cite-note-press-11. OberbĂŒrgermeister verabschiedet Michael Imberg, Direktor der VHS Essen, in den Ruhestand; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 7. MĂ€rz 2024
cite-note-21. Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ, Lokalteil Essen vom 31. Januar 2015: Kromberg verteidigt Imberg
cite-note-100jahre-33. â 100 Jahre VHS: Historiker erklĂ€rt, warum 1919 die VHS Essen gegrĂŒndet wurde; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 1. April 2019
cite-note-44. â Josef Olbrich: Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland. Hrsg.: Opladen Leske + Budrich Verlag. 2001, ISBN 3-8100-3349-9, S. 153.
cite-note-55. â Artur Jacobs, Ueber Wesen und Ziele einer Volkshochschule. Ein Entwurf zu einer neuen Volkserziehung (1919) sowie ders., Völkische Hochschule oder Volkshochschule. GrundsĂ€tzliches zum Problem einer deutschen Erziehung (1920)
cite-note-66. â Gerd Hergen LĂŒbben, AUF SCHMALEM GRAT âą FĂR EIN LERNEN UND WACHSEN AUS DEM GEIST DER WAHRHEIT, DER KUNST UND DER MENSCHLICHKEIT. ANNĂHERUNGEN AN DEN PĂDAGOGEN ARTUR JACOBS â AUCH MIT BLICK AUF DEN PHILOSOPHEN ERNST MARCUS UND DIE BEWEGUNGSBILDNERIN DORE JACOBS, GEBORENE MARCUS. In: DIE BRĂCKE â Forum fĂŒr antirassistische Politik und Kultur. Heft 147â149, SaarbrĂŒcken 2008, ISSN 0931-9514, ISBN 3-925134-11-5.
cite-note-77. â Mark Roseman: In einem unbewachten Augenblick â Eine Frau ĂŒberlebt im Untergrund. Berlin 2002 und Daniel Fraenkel, Jakob Borut (Hrsg.): Lexikon der Gerechten unter den Völkern: Deutsche und Ăsterreicher. Göttingen 2005, ISBN 3-89244-900-7, S. 248 f.
cite-note-88. â Friedrich Meisenburg gestorben. In: Volkshochschule im Westen. Zeitschrift des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Jahrgang 19, Heft 6. Köln 1967, S. 283.
cite-note-99. â Rheinische Post (24. Mai 2016), Traueranzeige Dr. Wilhelm Godde; * 4. August 1926; â 17. Mai 2016.; abgerufen am 27. Mai 2016.
cite-note-1010. â Volkshochschule â Rat wĂ€hlt heute Mann aus Unna. In: NRZ. 15. Dezember 1977
cite-note-1111. â Gerd Hergen LĂŒbben â Neuer VHS-Chef. In: WAZ. 15. Dezember 1977
cite-note-1212. â LĂŒbben hinterlĂ€Ăt in Unna âgeordneten Schreibtischâ In: Ruhr Nachrichten / Hellweger Anzeiger 16. Dezember 1977.
cite-note-1313. â Wolfgang Althaus, Das kulturelle Leben in Unna maĂgeblich geprĂ€gt. / szene-Nr. 189; In: Hellweger Anzeiger / KULTUR-MAGAZIN, 24. Dezember 1977.
cite-note-1414. â Martina SchĂŒrmann: GĂ€be es die VHS nicht, mĂŒsste man sie gerade jetzt erfinden. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 23. Dezember 2014, abgerufen am 1. Mai 2025.
cite-note-1515. â Imberg trotz Kritik neuer Leiter der VHS. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 3. Februar 2015, abgerufen am 1. Mai 2025.
cite-note-1616. â Presse- und Kommunikationsamt der Stadt Essen (Meldung am 29. Januar 2015): Rat bestellt Michael Imberg zum Leiter der Volkshochschule Essen.
cite-note-1717. â Stephan Rinke wird neuer Leiter der Volkshochschule Essen; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 13. MĂ€rz 2024
cite-note-1818. â Rosemarie Seelig: Das VHS-GebĂ€ude der Stadt Essen. In: Volkshochschule im Westen. Zeitschrift des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Heft 6/1980, S. 312 f.
cite-note-1919. â TU Dortmund â Geschichte / Archiv fĂŒr Architektur und Ingenieursbaukunst NRW (Nachlass Wilhelm Seidensticker), Symposium: Architektur Kultur Ruhr 1945-75 : Bausteine fĂŒr ein modernes Ruhrgebiet / Interinstitutionelles Symposium des Arbeitskreises Architektur 45+Ruhr, Tagung 25.â27. Februar 2010, Veranstaltung der TU Dortmund (Architektur und Bauingenieurwesen / Geschichte und Theorie der Architektur), Fachhochschule Dortmund (Fachgebiet Baugeschichte und Denkmalpflege), Ruhr-UniversitĂ€t Bochum (Kunsthistorisches Institut) im Rudolf-Chaudoire-Pavillon der TU Dortmund; dazu der Flyer (am 25. Sept. 2013 03:33:46 GMT gesichtet; PDF; 1,7 MB) mit Beispiel-Abbildung Haus der Erwachsenenbildung (Volkshochschule), Essen 1971, Arbeitsgemeinschaft W. Seidensticker, W. Spantzel, H. Budde, W. Gutsmann, H. Jung; Fotos: Hans Grempel, Manfred Hanisch (A:AI Archiv fĂŒr Architektur und Ingenieurbaukunst NRW)
cite-note-2020. â zudem âREVIERORTEâ: Haus der Erwachsenenbildung (âAlte VHSâ) (Memento vom 20. Oktober 2013 im Internet Archive) (= HollestraĂe 75 | 45127 Essen): âMusterbeispiel moderner und funktionsgerechter Architekturâ; die Website ist reich bebildert (gesichtet 19. Oktober 2013).
cite-note-2121. â Helga Mohaupt: Die VHS regt Hilfe fĂŒr arbeitslose Lehrer an. In: Westdeutsche allgemeine Zeitung. 5. Mai 1983.
cite-note-2222. â Volkshochschule Essen (Hrsg.): Initiative gegen Lehrerarbeitslosigkeit / IGEL â Erkundung alternativer Einsatzfelder fĂŒr arbeitslose Lehrer. 1985
cite-note-2323. â SPIEGEL-Serie ĂŒber arbeitslose Akademiker (l): Die Lehrer In: Der Spiegel. 20/1985 (spiegel.de).
cite-note-2424. â die Umfrage-Ergebnisse Arbeitslose Lehrer in den Kommunen: BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten und Projekte mit arbeitslosen Lehrern â Beispiele aus den StĂ€dten. In: Deutscher StĂ€dtetag / Materialteil. September 1986, S. 7 f.
cite-note-2525. â beispielsweise Regine Möllenbeck: Weiterbildungsberatung zur TrĂ€gerunterstĂŒtzung. In: Hessische BlĂ€tter fĂŒr Volksbildung. 2/1993, S. 150â155.
cite-note-2626. â Gerd Hergen LĂŒbben: EinfĂŒhrung und Weiterbildung nebenberuflicher VHS-Mitarbeiter. Beispiel: Volkshochschule Essen. In: Hessische BlĂ€tter fĂŒr Volksbildung. 2/1979, S. 150â156.
cite-note-2727. â Gerd Hergen LĂŒbben: Pflichteinrichtung Volkshochschule. In: Volkshochschule im Westen, Zeitschrift des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Heft 5. Dortmund 1985. Zudem ders. Verf., Weiterbildung in Ăffentlicher Verantwortung: Pflichteinrichtung Volkshochschule. In: Forum Bildung und Beruf. Information - Diskussion - Analyse - Trends. Nr. 1/94, Essen 1994.
cite-note-2828. â Wolf Schneider: Essen. Abenteuer einer Stadt. DĂŒsseldorf / Wien / New York 1991, S. 326 f.
cite-note-2929. â hierzu auch: Andrea Bartholdt (Text) und Franz Meinert (Fotos): Ein Tag in der VHS: Yoga, Speckstein und der Bildungs-AKKU. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 21. Juni 1986.
cite-note-302. Stadt Essen â Der Oberstadtdirektor (Hrsg.): 75 Jahre Volkshochschule Essen. Weiterbildung - Subjektiver Faktor - Standort Faktor. Dokumentation der JubilĂ€umsfeier am 24. November 1994. 1994. S. 14.
cite-note-3131. â STANDPAUKE oder GROSSER KOMMUNIKATOR. In: Thomas Rother. Objekte âą Klangobjekte âą Steinbewahrungen âą Projekte âą Zeichnungen. Essen 1983, S. 18 f.
cite-note-3232. â Beispielsweise das MusikstĂŒck WirbelsĂ€ulenflöte (1984); vgl. CD Gerhard StĂ€bler: fallen. Fallen⊠und liegen und fallen âą ZeitsprĂŒnge âą Ungaretti-Lieder. Edition Zeitgenössische Musik (Hrsg. Deutscher Musikrat), 286516-2/WER 6516-2.
cite-note-3333. â Herbert Somplatzki: NEIN zum Hakenkreuz. Ein StĂŒck ĂŒber den Widerstand in Essen. BegleitbroschĂŒre zum gleichnamigen WDR-Film ĂŒber eine Inszenierung der Theaterspielgruppe der Volkshochschule Essen unter der Leitung von Ilka Boll; 1982, ISBN 3-923128-05-3.
cite-note-3434. â Gerd Hergen LĂŒbben: FĂ€llige Ansichtssachen, zufĂ€llige Ăhnlichkeiten. Impressionen und Erfahrungen mit Ausstellungen im Bereich der Volkshochschule. In: Volkshochschule im Westen. Zeitschrift des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Heft 5, 1978.
cite-note-3535. â NAFTALI BEZEM. Eine Ausstellung des Museum Folkwang in der Alten Synagoge Essen 21.2.â5.4. 1992. hrsg. v. Museum Folkwang Essen (Redaktion Dr. Gerhard Finckh), Essen 1992; mit den BeitrĂ€gen Alltagssynagoge und HoffnungsstraĂe. Erinnerungen an Essen in den dreiĂiger Jahren von Michael Zimmermann, Naftali Bezem â ein israelischer KĂŒnstler von Edna Brocke, Wen entlĂ€Ăt schon die eigene Geschichte? von Matthias Kohn und Naftali Bezem von Gerhard Finckh
cite-note-3636. â Heinz G. Gibas: SchlĂŒsselfunktion in kommunaler Kulturarbeit - VHS ist Bildungs-AKKU. In: Hallo Essen. 31. Januar 1991, S. 3 (KULTUR).
cite-note-373. âkulturportal.deâ-Seite âGerd Hergen LĂŒbbenâ: Essen/Ruhr, 1988: âKultur â90â. (Aufgerufen am 18. September 2014.)
cite-note-3838. â Gerd Hergen LĂŒbben: AKKU-Ladung fĂŒr Kultur und Bildung. Bausteine aus der Zukunft-Werk-Statt. In: Revier-Kultur, Zeitschrift fĂŒr Gesellschaft/Kunst/Politik im Ballungsraum. Heft 2, 1987 (Essen).
cite-note-3939. â Trotz Protesten: Rat winkt BĂŒro-Bau auf dem VHS-Areal durch; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 27. April 2018
cite-note-4040. â VHS stellt neues Programm vor â HeiĂe Eisen beim neuen âBrennpunktâ â Volkshochschule geht in die Stadtteile. In: WAZ. 15. August 1978.
cite-note-4141. â VHS in Steele öffnet die TĂŒren â Im alten Amt. In: NRZ. 15. Februar 1979
cite-note-4242. â âKulturforum Steeleâ der Volkshochschule Essen ist jetzt startklar â Treffpunkt fĂŒr BĂŒrger. In: NRZ. 21. Februar 1979
cite-note-4343. â Volkshochschule fĂŒr Borbeck â AuĂenstelle in neuen RĂ€umen. In: NRZ. 21. Februar 1979
cite-note-4444. â Volkshochschule plante fĂŒr Borbeck ein besonderes âKultur-Modellâ â SchloĂ fĂŒr BĂŒrger. In: NRZ. 4. Oktober 1979